
Warum liebt der Mensch Musik?
Ist es ein Identitätsmerkmal, also eine Hymne für ein Land, ein Instrument, um sich abzulenken und dumm, dämlich dem Alltag auf Veranstaltungen zu entfliehen oder erwischt Musik genau dort, wo es geglaubt im Verstand nichts zu suchen hat?
Das innere eigene Sein, welches verbindet, wie ein von Herzen zubereitetes Essen.
Zeigt dir Musik vielleicht auch schon andere Leben durchlebt zu haben, die du mit deinem eigenen, kleinen "NIXNUTZ"-Denken gar nicht erfassen kannst?
“NIXNUTZ” klingt hart. Ist auch so gemeint.
Ich selbst bin mit diesem Wort aufgewachsen. Allerdings möchte ich heute behaupten, dass es gut gemeint war. Erwachsene sind die, die sich etwas Anderes als sich selbst wünschen. Gleichzeitig aber kennen sie wohl ihre Fähigkeiten und wünschen sich Anerkennung, auch wenn sie selbst ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht komplett lebten - aus verschiedensten Gründen.
Dieses Loch will man rein menschlich gesehen in der nächsten Generation zu gerne stopfen.
Das ist jedoch nicht möglich.
Jeder ist das, was er oder sie ist. Mit einer eigenständigen, alleinigen Aufgabe, die gerne im Kollektiv untergebracht werden kann, weil man Kooperation, sprich Beziehung, verstanden hat. Das heutige Mantra der Erziehung, die im Machtgefüge zu gerne Anwendung findet, ist daher nur ruhig zu betrachten.
Die “Nichts-Nutze” in dieser Welt erleben daher wohl eher eine nächste Runde. Sie dürfen sich freuen, nach getaner Arbeit im heutigen alternden Segment zu gehen, statt sich künstlich am Leben zu erhalten, nur weil sie Angst haben etwas zu verpassen.
Alle Menschen, die nicht begreifen und ihre eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten nicht in der Lage sind zu entdecken, kommen wieder, als ebenso fertiges "Unwerk", zuallererst jedoch vollendet in neuer Hoffnung. Diejenigen, die das im Handeln auch umsetzen, werden Tiere, Pflanzen oder Insekten. Ich mag diesen Gedanken.
Nur Vorsicht, das Leben auf diesem Planeten wird nicht einfacher, denn er wird ja mutwillig zerstört.
Ich, werde ein Leopard. Das steht fest.
“Leoparden mögen auch Menschen.”
Daniela Sommerhoff
Foto von Gwen Weustink auf Unsplash