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ZEIT FÜR MÄRCHEN.

"Glaubt ihr wirklich an das Märchen, dass Gelder auf Tages- und Festgeldkonten sicher sind?"

 

Selbst, wenn auf den ersten Blick ein Zins auf Guthaben wieder beruhigend wirkt, so sollte doch die Überlegung sein wie es überhaupt möglich, dass Zinsen wieder versprochen werden können, obwohl der Staatshaushalt von überdimensionaler Überschuldung geplagt und ganze Wirtschaftszweige vom Markt verschwinden.

 

Ein Artikel der Wirtschaftswoche beschrieb die Situation im August schon sehr gut. Vom stumpfen Schwert wurde geschrieben, welches die aktuelle konjunkturelle Situation in Verbindung mit der Inflation zur Sprache bringt.

 

Viel mehr kann ich dem Artikel gar nicht hinzufügen, außer das eine harte Landung in eine Rezession mit vergangenen, getroffenen Maßnahmen gar nicht möglich war. Eine Notbremse hätte das gesamte Finanzsystem zerstört. Bevor das passiert, wird eher der kranke Konsumtrieb, das Ziel des immerwährenden Wachstums, das Ziel des Profits durch die Prärie gejagt - in der Hoffnung, dass es das alte Pferd bis zum Ziel schafft, um spätestens dort festzustellen, dass es eine Schlachtbank ist. 

 

Ausbaden wird es die Wirtschaft - der Unternehmer, die Arbeitskraft - der Mensch, oder anders  - der Verbraucher, der Eigentümer, jeder Einzelne von uns. Zudem wird die Schere zwischen arm und reich immer größer, welches verherrende Folgen für die Zukunft erwarten lässt.

 

Logisch ist doch, dass eine durch Kredite befeuerte Wirtschaft über Jahrzehnte nur Überbewertungen sämtlicher Assets schaffen kann. Logisch ist auch, dass Menschen in Tages- und Festgelder getrieben werden.

 

Warum?

 

Daniela Sommerhoff