Die Globalisierung und Kernprobleme des Wandels.
Die in den letzten 50 Jahren dominierende Politik und Wirtschaftsentwicklung basierte auf der kapitalistischen Wettbewerbs- und Eigentumsstruktur an Produktionsmitteln sowie auch Fortschrittsparadigmen, die vor allem in der EU hauptsächlich US-lastig sind.
Dieser Entwicklung lag das grundlegend falsche Verständnis von Zukunftssicherheit traditioneller Wirtschaft und Gesellschaft zugrunde.
Mit Blick auf langfristige und global vernetzte, komplexe Probleme, Prozesse und Systeme ist die Praxis doch schwieriger als in Theorie ausgedacht.
Ebenso verhält es sich mit den Zeitperspektiven. Die grundlegenden Herausfordernden beziehen sich in der Regel auf langfristige Zukunftsprobleme. Die Wissenschaft, die Wissen schafft, ist selbst damit schon überfordert. Das gilt vor allem für ökonomische und soziale Disparitäten, sprich Ungleichheiten, besonders innerhalb der Industrie in Bezug auf Entwicklungsländer. Vertreibung, Zerstörung und Ausmerzung ist damit gemeint.
Packen wir die ökologische Komponente mit hinein, sieht es ganz schön übel aus.
Basis-, Megatrends und die Kernprobleme des globalen Wandels sind nicht nur Forschungsthemen -- sie gehen über in die PRAXIS. Wer Praxis nicht versteht, ist aus meiner Sicht politisch, wie auch in Finanzdienstleistung etwas Fehl am Platze.
Gibt es Einwände?
Technologische Innovationen. Biosphäre, Raubbau, Bevölkerungsentwicklung, demografischer Wandel, Deindustrialisierung vor Ort, Aufrüstung nur verschoben, Beschäftigung, Finanzsystem, Digitalisierung, Spaltung. Große Worte, große Wirkung.
Wirtschaftliche Kompetenz mit gesellschaftlicher Verantwortung ist wichtiger denn je.
Doch wie packt man es an?
An der Wurzel.
Völlig klar? Ich denke nicht.
Ein flüchtiger Blick auf die vermeintliche „Kollegschaft“ genügt – eine Bezeichnung, die inhaltlich nicht trägt. Die Wahl meiner beruflichen Umgebung treffe ich daher bewusst und eigenständig. Was präsentiert wird, ist häufig nur ein Ausschnitt des altbewährten, aber längst überholten Narrativs. Wie zum Beispiel im Anleihemarkt, dem größten und zugleich spekulativsten Segment, wird mit historischen Erfolgskennzahlen kokettiert – ein Markt, der nicht nur Schuldverhältnisse abbildet, sondern auch intellektuelle Trägheit offenbart.
„Wer in Anleihen investiert, braucht starke Wurzeln – sonst zieht der Markt schneller die Wurzel aus dem Portfolio als du 'Rendite' sagen kannst.“
Daniela Sommerhoff
Quelle: Die Menschheit zukunftsfähig machen. Rolf Kreibich; Foto von Sergei Shershen auf Unsplash
