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WERTSCHÖPFUNG.

Der Vorschlag ist radikal, denn er geht an die Wurzel der Wertschöpfung – da hin, wo Werte sein müssen, damit sie überhaupt geschöpft werden können. 

 

Thomas Hann, ein Betriebswirt, ein Experte für Genossenschaften, Regionalentwicklung und regionale Wertschöpfung, der Vorstand der “the seed eG” und aktiv startend mit der “Hofgut Leo eG” (diese multipliziert werden wird), ein Netzwerker in den Bereichen nachhaltiges Wirtschaften, ökologische Innovation und Bewusstseinsforschung, zusammen mit Dr. Heribert Warken, ein Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Geschäftsführer der ACT Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Gesellschafter der Unternehmensnachfolge NRW und einem Vordenker für kooperative Marktwirtschaft als kommende Ablösung von rein wettbewerbsorientierter Marktwirtschaft und weiteren schlauen Köpfen in seinem Team, schlägt vor:

 

Eine regenerative Ökonomie. Ökonomie ist Wirtschaft. Gesunde Marktwirtschaft, die wir brauchen!

 

Eine Ökonomie, die es sich zur Aufgabe macht, dem Planeten und den Menschen wieder die Lebenskraft zuzuführen, die für gesundes Wirtschaften von Nöten ist. Dafür braucht es natürlich Organisationen, die diese Werte sichtbar machen und ihren Aufbau organisieren. Bei der Gründung solcher Organisationen stolperte Thomas Hann über die Trennung unseres Finanzsystems von „non Profit“ und „for Profit“. 

 

Was ist damit gemeint. 

GEMEINNÜTZIG IST DAMIT GEMEINT!

 

Es werden gerne gemeinnützige Organisationen steuerlich bevorteilt, doch sollen sie keine Gewinne machen. Das wäre ja "gegen andere Organisationen" und würden sie somit zur Konkurrenz, was nicht erwünscht ist. 

 

Diese Lücke schließt die regenerative Genossenschaft (ReGen), da sie auch Werte in ihre Bilanz aufnehmen und darstellen kann, die noch im lebendigen Kreislauf der Natur und Gemeinschaft befindlich sind. Die ReGen kann den Wertzuwachs durch verschiedene Darstellungsformen dokumentieren und tut dies in enger Abstimmung mit ihren Mitgliedern. Da diese Gelder der Mitglieder innerhalb der Genossenschaft auf Mitgliedskonten liegen, wird auch der Zuwachs (Gewinn in Form von Dividende)  innerhalb des Kreislaufes genutzt, bis das Mitglied ihn entweder verbraucht oder in weitere Anteile umwandelt. So können individuelle Gewinne erzielt und ausgewiesen werden. Allerdings verbleiben diese Gewinne innerhalb des Wirtschaftskreislaufes der Genossenschaft, falls das Mitglied sie nicht zur persönlichen Verwendung abrufen möchte. 

 

Interessant an dieser Konstellation ist auch, dass Mitglieder einfach ihre Gelder in die Genossenschaft einlegen können und wiederum andere Mitglieder diese Gelder für Projekte und ihre Arbeit nutzen können. Daraus können neue Berufe entstehen und alte Tätigkeiten bewahrt werden, in dem Werte zur dauerhaften Nutzung aufgebaut werden. 

 

Was sind Werte zur dauerhaften Nutzung.

 

Wenn neue Werte in Bilanzen dargestellt werden, braucht es Messwerte, die eine klare Aussage über die Werthaltigkeit einer Organisation, ihrer Mitglieder und aller ihr zur Verfügung stehenden Sachwerte enthalten. Nimmt man hierfür zum Beispiel Ackerboden, dann können die Nährstoffanteile, Humusschicht und andere Parameter genutzt werden, um zu zeigen, ob der Boden an Wert gewonnen oder verloren hat. Bei Gebäuden ist dies ähnlich. Hier kann man Wärmewerte, baubiologische Werte und Ausstattungen darstellen. 

 

Bei den Mitgliedern einer solchen Genossenschaft können der Gesundheits- und Zufriedenheitszustand sowie der Zusammenhalt erfasst und dokumentiert werden. Auch der Zuwachs an Kompetenzen und Handlungsmöglichkeiten stellt einen Wertzuwachs dar. 

 

Diese Art der re.generativen Genossenschaft kann also auch Möbel oder Einrichtungsgegenstände anfertigen, wenn sie eine Holzwerkstatt hat - Mitglieder mit passendem Know-how. Das hierbei hauptsächlich heimische Hölzer und lokale Rohstoffe zum Einsatz kommen, regelt sich von selbst, wenn die Genossenschaft so viel regionale Wertschöpfung wie möglich erbringen will, denn diese ist für sie leicht verständlich, darstellbar und in ihrer Konsequenz nachvollziehbar. 

 

Es entsteht also in Summe ein substanzieller Wert-Aufbau, ein ethischer Umgang mit dem Geld und entstehen so stabile und lokale Wertschöpfungskreisläufe. 

 

LEIDER oder GOTT SEI DANK nur umsetzbar durch: "Die regenerative Genossenschaft!"

 

Die regenerative Genossenschaft nimmt alle Bestandteile der Regeneration als Vermögensaufbau und Wertzuwachs in ihrem Inneren auf, berücksichtigt demnach, welche Mitglieder mit welchen Beiträgen an diesem Wertzuwachs beteiligt sind. Sie zeigt den Individuen ihren persönlichen Erfolg auf und lässt gleichzeitig die Möglichkeit offen, diese Gelder innerhalb der Organisation zu belassen. 

 

Kein Spiel, keine Spekulation, einfach nur WERT.

 

Der Vorteil von Bilanzwerten aus diesen Kreisläufen ist außerdem, dass diese steuerlich abgeschrieben werden können und so stille Reserven entstehen, mit denen die Anlagensicherheit und die strukturelle Stabilität immer höher wird. 

 

Die Erde selbst ist an dieser Stelle der Ort für die Anlage der Ersparnisse, denn gute Böden, ausgebildete Handwerker oder ganzheitliche Gesundheitsbetreuer sind lebendige Wertspeicher der Gemeinschaft und bilden die Grundlage für weitere Wertschöpfung und zwar - OHNE ABSCHÖPFUNG!

 

Das Versöhnliche an diesem Vorschlag ist, dass er auch innerhalb der alten Systemlogik funktioniert und so zu einer Entlastung des Veränderungsdrucks auf die Kerngesellschaft sorgt. Mit dieser Vorgehensweise braucht es keinen ökonomischen Crash, um den Weg zu einer neuen, verantwortungsvollen Ökonomie zu betreten, sondern nur Orte, an denen sie aus solchen Gemeinschaftsinitiativen entstehen.

 

Orte, die sich miteinander vernetzen und ihr Wissen teilen. 

 

Schon wenige dieser Orte reichen aus, um die Wirkung und Funktion des Modells zu erproben, aber ihre Prinzipien und die eingesetzten Prozesse und Abläufe lassen sich ohne Weiteres auf viele andere Orte und Anwendungsfelder übertragen. 

 

Genau so und NUR SO ist ein dezentraler Wandel möglich, ohne in einen Konflikt mit den bisherigen Strukturen zu geraten oder größere Entwertungen von Privatvermögen auszulösen.

 

Quelle: Thomas Hann